Ein Sommertag in Apen

Ein Sommertag in Apen

Wenn man an das Ammerland im Sommer denkt, wandern die Gedanken meistens direkt zum Zwischenahner Meer oder zu den Rhododendronparks. Wer es aber etwas ruhiger, bodenständiger und wunderbar ländlich mag, sollte für den nächsten Tagesausflug den Westen unseres Landkreises ansteuern: die Gemeinde Apen. Geprägt von Kanälen, Deichen und einer traditionsreichen Industriegeschichte erinnert diese Gemeinde hier und da schon fast an Ostfriesland. Wir haben euch eine wunderschöne (Fahrrad-)Rundroute zusammengestellt, die einige Highlights der Gemeinde in einer flüssigen Runde miteinander verbindet.

Morgens: Historischer Start und weite Natur

Unser Tag beginnt ganz entspannt im historischen Kern von Apen. Hier gibt es gute Parkmöglichkeiten und wir können direkt an der alten St. Nikolai Kirche aus dem 13. Jahrhundert starten, die mit ihrem markanten, freistehenden Glockenturm das Dorfbild prägt. Gleich nebenan werfen wir einen Blick auf das traditionelle Schinkenmuseum, die älteste Traditions-Schinkenräucherei des Ammerlandes, die an die lange kulinarische Geschichte des Ortes erinnert.

Vom Ortskern aus geht es entweder mit dem Auto oder dem Fahrrad zunächst Richtung Westen, direkt hinein in die weite Natur am Aper Tief. Das Gewässer birgt eine echte Besonderheit, denn es gehört zu den ganz wenigen Flüssen im deutschen Binnenland, die noch von Ebbe und Flut beeinflusst werden. Dieses Süßwasserwatt ist ein faszinierender Lebensraum für Pflanzen und Vögel. Wir genießen die frische Luft am Deich, bevor uns der Weg ein Stück weiter nördlich in das beschauliche Vreschen-Bokel führt. Die dortige historische Kapelle Vreschen-Bokel liegt wunderbar idyllisch und ruhig in der Landschaft – der ideale Ort für eine erste kurze Zwischenrast.

Mittags: Kanäle und Industriekultur in Augustfehn

Von dort aus geht es weiter nach Augustfehn, wo sich die Kulisse merklich ändert. Der Ortsteil hat einen besonderen Charme durch sein typisches Fehn-Flair. Wir radeln/fahren am Augustfehn-Kanal entlang, überqueren die historische Alte Staaßenbrücke und steuern das markante Industriedenkmal der alten Eisenhütte Augustfehn an. Mit vielseitigem gastronomischem Angebot ist Augustfehn der perfekte Ort für die wohlverdiente Mittagspause.

Nachmittags: Mühlengeschichte und weite Ausblicke

Frisch gestärkt führt uns der Weg am Nachmittag parallel zum Kanal wieder Richtung Osten in den Ortsteil Hengstforde. Schon von Weitem sieht man das stolze Wahrzeichen des Ortes: die Hengstforder Mühle. Der komplett restaurierte Galerieholländer aus dem Jahr 1882 und das urige, aus roten Ziegeln erbaute Backhaus direkt nebenan bieten die perfekte Kulisse für eine gemütliche Pause im Grünen.

Nach der Mühlenrast wartet ein weiteres Natur-Highlight auf uns: Wir rollen ein kurzes Stück weiter zum Aussichtsturm Ost an der Ausdeichung. Von oben hat man einen fantastischen Rundumblick über das renaturierte Gebiet, die weiten Wiesen und die Tierwelt. Nach diesem letzten Panoramablick sind es nur noch wenige Minuten, bis wir wieder unseren Ausgangspunkt an der St. Nikolai Kirche im Aper Ortskern erreichen, wo wir den Tag gemütlich ausklingen lassen können.

Fazit für euren Ausflug

Die Gemeinde Apen braucht kein lautes Spektakel. Sie punktet durch ihre landschaftliche Echtheit, die reiche Kulturgeschichte und die typisch norddeutsche Gelassenheit. Packt die Fahrradtaschen oder Picknicktaschen nehmt euch etwas Zeit und entdeckt den Ammerländer Westen auf dieser entspannten Runde.

Die komplette Route für euer Smartphone findet ihr hier zum Nachfahren: Fahrradroute „Ein Sommertag in Apen“ auf Google Maps

Welches ist euer Lieblingsort in der Gemeinde Apen? Seid ihr lieber am Deich oder an den Kanälen unterwegs? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!


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