Vortragsreihe „Digitale Gewalt“: Essstörungen in Zeiten von Social Media Bild: cottonbro studio von Pexels

Essstörungen in Zeiten von Social Media: Vortragsreihe „Digitale Gewalt“

Ein makelloser Filter, der durchgestylte Körper, unzählige Likes – soziale Medien prägen das Schönheitsideal unserer Zeit wie kaum ein anderes Medium. Doch was macht dieser ständige digitale Druck mit der Psyche und der Wahrnehmung des eigenen Körpers? Im Rahmen der Vortragsreihe „Digitale Gewalt“ lädt die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ammerland zu einem aufklärenden Vortrag ins Kreishaus nach Westerstede ein.

Schönheitsideale auf Knopfdruck: Was macht Social Media mit uns?

Gerade Jugendliche und junge Erwachsene befinden sich in einer sensiblen Entwicklungsphase, in der Vergleiche mit anderen und die Suche nach Anerkennung eine zentrale Rolle spielen. Netzwerke wie Instagram, TikTok und Co. leben von visueller Perfektion und inszenierten Realitäten. Der tägliche Konsum von stark bearbeiteten Körperbildern, Fitnesstrends und subtilen Selbstoptimierungszwängen bleibt selten ohne Folgen.

„Schätzungen besagen, dass etwa 1,5 Prozent bis 5 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer klinisch relevanten Essstörung erkranken, wobei Mädchen und Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Jungen und Männer“, erklärt Dr. Sebastian Jongen von der Karl-Jaspers-Klinik.

Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Zusammenhänge zwischen digitalem Medienkonsum, sozialem Netzwerkdruck und der Entstehung von Essstörungen. Neben medizinischen und psychischen Aspekten werden auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt, die zeigen, wie tief der Einfluss sozialer Medien auf das eigene Selbst- und Körpererleben wirklich reicht.

Hinsehen, verstehen und frühzeitig handeln

Essstörungen entwickeln sich meist schleichend. Daher setzt die Veranstaltung genau an den Schnittstellen von Prävention, Aufklärung und Medienkompetenz an.

„Wir möchten den Teilnehmenden helfen, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, die Dynamiken von Essstörungen besser zu verstehen und auch die Mechanismen sozialer Medien zu beleuchten, die diese verstärken können“, betont die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ammerland.

Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Arbeitskreises „Essstörungen“ der Karl-Jaspers-Klinik mit dem Landkreis Ammerland und richtet sich an:

  • Fachkräfte in der Jugendarbeit, Schule und Pädagogik,
  • Eltern und Angehörige, die Kinder und Jugendliche im Umgang mit digitalen Medien begleiten,
  • alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Alle Infos zur Veranstaltung im Überblick

  • Wann? Montag, 17. August 2026 um 17:00 Uhr
  • Wo? Kreishaus in Westerstede
  • Referent: Dr. Sebastian Jongen (Karl-Jaspers-Klinik)
  • Veranstalter: Arbeitskreis „Essstörungen“ der Karl-Jaspers-Klinik & Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ammerland
  • Eintritt: Kostenfrei (Anmeldung erforderlich)

Jetzt kostenfrei anmelden!

Da die Teilnahmezahl begrenzt ist, wird um eine rechtzeitige Anmeldung gebeten. Detaillierte Informationen zu diesem Vortrag sowie den weiteren Angeboten der Vortragsreihe „Digitale Gewalt“ findest du hier online.

(Quelle: Pressemitteilung Landkreis Ammerland, 23.07.2026)


Kommentar verfassen

Weitere Beiträge

Entdecke mehr von Ammerland Blog

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen