Der Internationale Tag gegen Rassismus, heute am 21. März, ist ein wichtiger Anlass, um über die Vergangenheit und Gegenwart von Rassismus und Diskriminierung nachzudenken. Ein Projekt, das sich auf tolle Weise mit diesem Thema auseinandersetzt, ist „Radeln gegen Rassismus“ von der Kooperativen Gesamtschule Rastede und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Kreisverband Ammerland e. V. (ADFC Ammerland).
Die Idee hinter dem Projekt
„Radeln gegen Rassismus“ bedeutet, mit dem Fahrrad Orte zu besuchen, die im Zusammenhang mit rassistischer Gewalt oder Diskriminierung stehen oder an denen sich Menschen für Frieden und gegen Rassismus einsetzen. SchülerInnen der Klasse 11D der Kooperativen Gesamtschule Rastede haben diese Idee im Rahmen einer Projektwoche im Juli 2022 aufgegriffen und umgesetzt.
Spurensuche im Ammerland
Die SchülerInnen entschieden sich, den Fokus auf die Zeit des Nationalsozialismus zu legen, da es im Ammerland nur wenige sichtbare Hinweise auf dieses dunkle Kapitel der Geschichte gibt. Mit Unterstützung des ADFC Ammerland entwickelten sie zwei Radtouren:
- Tour 1: Oldenburgische Krankenmorde
- Diese Tour führt von Rastede nach Wehnen und Ofen und thematisiert die Ermordung psychisch kranker Menschen in der ehemaligen „Heil- und Pflegeanstalt“ (heute Karl-Jaspers-Klinik).
- Tour 2: Rastede in der Zeit des Nationalsozialismus
- Diese Rundtour durch Rastede und den Ortsteil Hahn beleuchtet das Schicksal jüdischer Personen in Rastede, Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitenden sowie Rasteder NationalsozialistInnen.
Erinnerung und Aufklärung
Die SchülerInnen recherchierten mühsam in Büchern und Aufsätzen, um Informationen zu den einzelnen Stationen zusammenzutragen. Dabei stellten sie fest, wie schwierig es ist, an diese Informationen zu gelangen. Um die Ergebnisse ihrer Arbeit zugänglich zu machen, erstellten sie eine Webseite mit detaillierten Routenbeschreibungen, Fotos und Hintergrundinformationen, die auch heute noch während der Radtour genutzt werden kann.
Ein wichtiger Beitrag
„Radeln gegen Rassismus“ ist ein schönes Beispiel dafür, wie junge Menschen sich aktiv mit der Vergangenheit auseinandersetzen und einen Beitrag zur Aufklärung leisten können. Das Projekt zeigt, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte immerwährend relevant ist und dass es wichtig ist, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten.
Die Radtouren sind zum heutigen Anlass unser Ausflugsziel-Tipp fürs Wochenende, denn hier verbindet sich auf tolle Weise Freizeitgestaltung mit Bildung und Bewusstseinsschaffung zum Thema Rassismus.






Kommentar verfassen