Alice Peters-Ohsam, geboren am 6. Juni 1929 in Apen und verstorben am 7. Januar 2021 in Bremen, war eine Bildhauerin. In ihren Werken spiegelt sich das Spannungsfeld zwischen Abstraktion und naturalistischer Darstellung in der Bildhauerei wider. Ihre Kindheit verbrachte sie in Westerstede, wo sie später auch ihre künstlerische Arbeit einer Stiftung übereignete.
Ihr Leben und Schaffen
Alice Peters-Ohsam begann ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung zur Schneiderin. Doch ihre wahre Leidenschaft galt der Kunst, was sie dazu veranlasste, Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg zu studieren. Ab 1958 war sie als freischaffende Künstlerin in Bremen tätig, wo viele ihrer Skulpturen, insbesondere aus den 1960er und 1970er Jahren, entstanden.
Ihr Kunstwerke zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Vielfalt aus, die von figürlichen Darstellungen menschlicher oder kreatürlicher Formen bis hin zu abstrakten Installationen reicht, die ihre Umgebung passend ergänzen. Sie suchte stets den passenden künstlerischen Ausdruck für jede Aufgabe. Ihre bevorzugten Materialien waren Bronze und Beton, aber auch Stein fand in ihren Arbeiten Verwendung. Die oft stilisierten Figuren und abstrakten Formen ihrer Werke werden dem Umfeld der Klassischen Moderne zugeordnet.
Kunstwerke in Bremen und Westerstede
Ein Großteil ihrer Kunstwerke wurde 2010 der Stiftung für Kunst und Kultur der Stadt Westerstede übergeben und kann heute im Bahnhofsgebäude und an vielen Orten in Westerstede besichtigt werden. Ihr künstlerisches Erbe lebt in ihren Werken weiter, die einen wichtigen Beitrag zur deutschen Skulptur des 20. Jahrhunderts leisten.
Wo finde ich ihre Werke?
In Westerstede befinden sich sechs Kunstwerke von Alice Peters-Ohsam. An einigen davon ist jede Westerstederin und jeder Westersteder bestimmt schon einmal vorbei gekommen, wie zum Beispiel der Brunnen auf dem Marktplatz oder die „Musizierenden“ am Postplatz.
- Brunnen aus Stein und Bronze (1984), Marktplatz
- Die Marktfrau „Oma Apen“ aus Bronze (Entwurf 1980, Ausführung 2012), Marktplatz
- Stehendes Mädchen aus Bronze (1960), Thalenweide hinter der Bibliothek
- Trauernde aus Klinker (1958), Thalenweide
- Trompeter aus Bronze (um 1990), An der Krömerei 2
- Musizierende aus Bronze (1990), Postplatz






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