Am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust richten wir unseren Blick auf Orte der Erinnerung, die uns an die Gräueltaten des Nationalsozialismus erinnern und uns dazu auffordern, aus der Geschichte zu lernen. Zwei bewegende Beispiele im und in der Nähe des Ammerlands sind die Gedenkstätten Esterwegen und Wehnen.
Gedenkstätte Esterwegen: Die Emslandlager
Etwa 30 Kilometer von Westerstede entfernt liegt die Gedenkstätte Esterwegen. Sie erinnert an die 15 Emslandlager, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten errichtet wurden. Diese Lager dienten als Konzentrations-, Strafgefangenen- und Kriegsgefangenenlager und waren geprägt von unmenschlichen Bedingungen und systematischer Gewalt. Die Häftlinge wurden zu Zwangsarbeit im Moor eingesetzt und litten unter Hunger, Kälte und Krankheiten.
Die Gedenkstätte bietet eine umfassende Dokumentation der Geschichte der Emslandlager. Sie vermittelt den BesucherInnen ein eindrucksvolles Bild von den Lebensbedingungen der Häftlinge. Die Dauerausstellung, die wechselnden Sonderausstellungen sowie das umfangreiche Archiv machen die Geschichte greifbar und ermutigen zur Auseinandersetzung mit den dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte.
Gedenkstätte Wehnen: Die Opfer der NS-Krankenmorde
Die Gedenkstätte Wehnen widmet sich einem anderen, oft weniger bekannten Aspekt der NS-Verbrechen: den Krankenmorden. In der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen wurden inmitten des Ammerlandes Tausende von PatientInnen systematisch ermordet.
Angehörige der Opfer haben die Gedenkstätte gegründet und so einen Ort der Trauer und des Gedenkens geschaffen. Die BesucherInnen erfahren mehr über die medizinische Ideologie des Nationalsozialismus und die Rolle der Anstalt Wehnen bei der Umsetzung der „Euthanasie“-Programme. Am 29. März 2025 gibt es in der Gedenkstätte eine Führung mit Vortrag, die von der Kreisvolkshochschule Ammerland kostenlos angeboten wird. Mehr Infos & Anmeldung hier.






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